Sperrmüll
Sperrmüll ist Abfall, der wegen seiner Abmessungen nicht in den üblichen Müllgefäßen oder -säcken untergebracht werden kann. Einzelstücke sollten möglichst nicht mehr als 50 kg wiegen und nicht breiter als 1,50 m sein.
Mit Ihren Abrufkarten, die Ihnen zu Jahresbeginn separat übersandt worden sind, können Sie zweimal pro Jahr jeweils 2 m³ oder einmal pro Jahr 4 m³ Sperrmüll kostenlos abholen lassen. Geben Sie bitte Art und Anzahl der Sperrmüllteile auf der Abrufkarte an und senden Sie diese an den Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Waldshut. Der Abholtermin wird Ihnen schriftlich mitgeteilt. Die Abholung erfolgt in der Regel innerhalb von 4 Wochen. Sollten Sie den Abholtermin nicht einhalten können, verständigen Sie bitte umgehend den Eigenbetrieb Abfallwirtschaft unter ' 07751 / 86 - 54 32.
Alternativ haben Sie die Möglichkeit, Ihren Sperrmüll bis zu 2 m³ auf den Sperrmüll-Annahmezentren kostenlos selbst anzuliefern. Bitte geben Sie hierzu je Anlieferung eine vollständig ausgefüllte Abrufkarte bei den Recyclinghofbetreuern ab.
Was gehört in den Sperrmüll?
-
Teppiche
-
Matratzen
-
Wäschekorb aus Hartplastik
-
Gegenstände aus gemischten Materialien, bei denen eine Trennung nicht möglich ist (z.B. Kinderwagen, Sofas, Sessel, Polsterstühle)
-
Kindersitze
-
Skier
-
Spielzeug
-
Teppichboden
-
Tische
-
Lampenschirme
-
Federbetten
-
Zeltplanen
-
Schlauchboote
-
Surfbretter
Was gehört nicht in den Sperrmüll?
-
Wertstoffe (Holz, Schrott, Altpapier, Kartonage, Elektronikschrott, Grünabfälle)
-
Schadstoffe (Farb- und Chemikalienreste, Leuchtstoffröhren, Medikamente, Batterien)
-
Abfälle aus Baumaßnahmen (Mauerreste, Fenster, Türen)
-
Haushaltsabfälle
Expressabholung für ganz Eilige!
Gegen eine Gebühr von 75,00€ können Sie Ihren Sperrmüll (und/oder Ihr Altholz) innerhalb einer Woche abholen lassen. Bestellen Sie diesen Service bitte beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft unter ' 07751 / 86 - 54 32.
Sperrmülltag ohne „Spechte“
Zwei Abholkarten, hier gezeigt vom Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes, Elmar Weißenberger, bekommen für 2009 die Haushalte im Kreis Waldshut zugeschickt.
Das Sperrmüllauto kommt nur noch auf Bestellung: „Etwas völlig Neues“ verspricht Elmar Weißenberger, Chef des Abfallwirtschaftsbetriebes, den Kreisbewohnern. 55 000 Haushalten zwischen Wehr und Jestetten flattern im Januar mit einem Infoblatt auch zwei Abrufkarten ins Haus. Damit will der Landkreis den „Sperrmüllspechten“ das Stöbern vermiesen. Zweimal im Jahr können die Haushalte je zwei Kubikmeter Sperrmüll oder Altholz abholen lassen. Oder das überflüssige Teil kann – ebenfalls gegen Karte – auf sechs Recyclinghöfen und den Annahmestellen Lachengraben und Münchingen abgeliefert werden. Abgeholt werden das alte Sofa oder die ausrangierten Türen innerhalb von vier Wochen, nachdem die „Bestellung“ beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises eingeht. Für Eilige kostet die Entsorgung bares Geld, 75 Euro; „Expressabholung“ heißt beim Landkreis: innerhalb einer Woche. Einen „Servicegewinn für die Bürger“ erwartet Landrat Tilman Bollacher von der Sperrmüllabfuhr auf Abruf, „weil jeder Haushalt künftig den Zeitpunkt der Entsorgung individuell steuern kann“. Der Service hat allerdings Grenzen: Pro Karte nimmt die Firma Kühl höchstens zwei Kubikmeter mit. Es handle sich um „Zirka-Werte“, versichert Landrats-Sprecher Jürgen Glocker. Erst wenn dieses Volumen deutlich überschritten sei, müssten die Anlieferer bezahlen: 40 Euro für den Kubikmeter. Wer beide Karten gleichzeitig abgibt, darf vier Quadratmeter abliefern, egal ob Sperrgut oder Altholz.Anlass für die Umstellung, die der Kreistag im November beschloss, waren angeblich „verschiedene Probleme“, Beeinträchtigungen des Ortsbildes „durch zu langes Herumstehen von Müll oder das Durchstöbern durch Dritte“, so das Landratsamt. Ärger mit den „Sperrmüll-Spechten“ gab es laut Glocker in Wehr, Bad Säckingen, Waldshut-Tiengen, Lauchringen und St. Blasien. Der Vorwurf einiger Bürgermeister an die meist aus Osteuropa kommenden „Sammler“: Sie würden beim Stöbern oft Reste hinterlassen, die hinterher von der Gemeinde beseitigt werden müssten. „Wir gehen davon aus, dass das Problem minimiert wird, weil es sich nicht mehr lohnt“, sagt Jürgen Glocker.
